grafik
HomeE-MailText-Zoom

Hintergrund

Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) haben einen sehr hohen Anteil an den krankheitsbedingten volkswirtschaftlichen Kosten. Nach den Arbeitsunfähigkeitsanalysen der Krankenkassen gehören sie zu den weit verbreiteten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Sie haben mit 23% von allen Krankheitsarten den höchsten Anteil am Krankenstand, weisen mit 18 Tagen eine überdurchschnittliche Erkrankungsdauer auf, und haben mit 15% den zweithöchsten Anteil an den Arbeitsunfähigkeitsfällen. Die Fehlzeitenrate aufgrund von MSE liegt für das Jahr 2005 mit 5,0% deutlich über der Gesamtrate aller Versicherten von 3,7% (Barmer Gesundheitsreport, 2006).

Dabei spielen gerade arbeitsbedingte Faktoren eine große Rolle. Sie sind nach Schätzungen der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz die häufigste Ursache (mit ca.30%) von Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Jahrzehnt 2000 bis 2010 als das "Jahrzehnt der Knochen und Gelenke" ("bone and joint decade") ausgerufen.